29.05.2018

Nachhaltige Energieversorgung mit ?grünem Gas?

Die Ziele der Bundesregierung: Bis 2030 soll die Strom- versorgung zu 100 Prozent aus Ökostrom erfolgen. Bis 2050 soll das Energiesystem weitgehend dekarbonisiert sein. Dazu werden Biogas und Wasserstoff forciert.

Gas ist anderen konventionellen Energieträgern bei CO2 - und Feinstaubemissionen deutlich überlegen. Über das 43.000 Kilometer lange österreichische Gasnetz gelangt Gas überallhin, wo es benötigt wird. Wo heute noch konventionelles Gas fließt, sollen, wenn es nach den Plänen der Bundesregierung geht, schon bald klimaneutrale ?grüne Gase? aus biogenen Reststoffen bzw. Wasserstoff und synthetisches Gas fließen, die aus Wind- und Sonnenstrom gewonnen werden.Gas ? der Alleskönner Der Vorteil von ?grünem Gas?: Es ist auch bei Windstille oder bedecktem Himmel verfügbar und stellt das ganze Jahr rund um die Uhr klimaneutrale Energie für Strom, Wärme und Mobilität zur Verfügung ? flexibel und bedarfsgerecht. Es besitzt somit die gleichen guten Eigenschaften wie konventionelles Erdgas und ist erneuerbar.

Das Einspeisen von erneuerbarem Gas ins Gasnetz spart CO2 , vermeidet ?Stranded Investments? und ermöglicht eine kostenoptimierte Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität mit erneuerbaren Energieträgern.

Besonders in Ballungszentren kann ?grünes Gas? im Wärmemarkt als erneuerbarer Energieträger konventionelles Erdgas ersetzen. Bis 2050 möchte die Gasbranche die Wärmeversorgung so auf grüne Beine stellen. Außerdem stellen mit Gas betriebene Fahrzeuge eine wertvolle Ergänzung zur E-Mobilität dar. Ein Gasfahrzeug stößt im Vergleich zu einem benzin- oder dieselbetriebenen Modell um mehr als 90 Prozent weniger Luftschadstoffe aus, keinen Feinstaub und um bis zu 25 Prozent weniger CO2 . Mit Biomethan können 97 Prozent der CO2 -Emissionen eingespart werden. Wegbereiter der Energiewende ?Grünes Gas? trägt zur Energiewende bei ? im Stromsektor, bei der Mobilität und im Wärmemarkt. Dafür müssen allerdings im Bundes- und Landesrecht geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, die sicherstellen, dass ins Gasnetz eingespeistes ?grünes Gas? gleich mit anderen erneuerbaren Energieträgern behandelt wird ? z. B. bei der Besteuerung oder bei Förderungen.

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