06.08.2018

Fünf Monate über dem Schnitt

Wetter. Meteorologen messen Rekordwerte / Stromverbrauch steigt

Meteorologen haben dieser Tage keinen eintönigen Arbeitsalltag, verzeichnen sie doch laufend bemerkenswerte Messergebnisse. Allein heuer waren es bereits fünf Monate, die außergewöhnlich warm ausfielen: Laut ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) war der Jänner der drittwärmste Jänner der 252-jährigen Messgeschichte, der April der zweitwärmste und der Mai der viertwärmste. Der Juni zählte zu den zehn wärmsten Juni-Monaten, und der Juli zumindest zu den 15 wärmsten.

Die hohen Temperaturen im Juli befeuern freilich nicht nur die Verkaufserfolge von Elektrogeschäften und Eissalons - auch der Stromverbrauch steigt deutlich an.

Zwar habe man die Daten für Juli noch nicht im Detail ausgewertet, man verfüge aber über aussagekräftige Prognosewerte, erklärt Andreas Eigenbauer, Vorstand der E-Control. Demnach werden im Raum Wien derzeit täglich 33.000 Megawattstunden Strom verbraucht - das sind um 2000 mehr als an durchschnittlichen Tagen.

Stromfresser Für den höheren Verbrauch sorgen einerseits Kühlschränke und Gefriertruhen: "Diese müssen natürlich stärker kühlen, wenn es im Raum nicht 21 Grad, sondern zum Beispiel 28 Grad hat", erklärt Eigenbauer. "Der Rest ist auf die Klimaanlagen zurückzuführen, die ja schon zur Massenware geworden sind."

Der Wasserverbrauch blieb hingegen noch stabil: In Wien etwa werden täglich 380.000 m³ Wasser verbraucht, was noch im Durchschnitt liegt. "Der Spitzenwert liegt bei 500.000 m³ pro Tag. Der wird aber maximal ein bis zwei Mal pro Jahr erreicht", sagt Walter Kling, stellvertretender Leiter bei Wiener Wasser.

Auch für die kommenden Augusttage sind Temperaturen über 30 Grad vorhergesagt Vor allem am Donnerstag könnte es im Osten wieder extrem heiß werden.

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